Hausgeburt

Die Hausgeburt ist eine Leistung der Krankenkasse.
Zur Zeit ist mir die Begleitung von Hausgeburten leider nicht möglich. Wenn gewünscht und bei Interesse, kann ich die Anfrage an eine meiner Hausgeburts-Kolleginnen in Tirol weiterleiten.
 
Vertragshebammen mit Kassenvertrag:
Raich Marion, 6471 Arzl i.P., Mobil: 0664 16 916 30
Margreth Kröpfl, 6500 Landeck, Email:office@hebamme-tirol.at, Homepage: www.hebamme-tirol.at
 
Wahlhebammen ohne Kassenvertrag:
Nicola Haditsch, 6020 Innsbruck, Handy: 0650 9998999, Email:hausgeburt@gmx.at
Sarah Bestle BSc, 6020 Innsbruck, Mobil: 0680 2112964, Email:heb.s.bestle@gmail.com
Susanne Wagner, 6176 Völs, Mobil: 0664 3580332, Email:wagner@matrixgeburt.at, Homepage: www.matrixgeburt.at
Sabrina Heiss, 6300 Wörgl, Mobil: 0664 210 82 88, Email:sab_heiss@gmx.net
 
Quelle: Tiroler Hausgeburtshebammen (www.hebammen.at ÖHG 2015)
 
 
Hausgeburt
 
Motivation 
Die Gründe und Motivation warum Eltern eine Hausgeburt planen, sind sehr wichtig.  Ich möchte bei jedem Paar wissen, wie sie zu dem Entschluss kamen, ihr Kind daheim auf der Welt begrüßen zu wollen. Auch die damit verbundenen Gefühle sind wichtig für mich. Die Hausgeburt sollte nicht aus Angst vorm Krankenhaus geplant werden. Steht das Gefühl der Angst im Vordergrund, ist sehr wahrscheinlich, dass sich diese Ängste auch bei der Hausgeburt zeigen werden. Durch das Besprechen von Ängsten, durch Information über den Ablauf in einem Krankenhaus, eventuell sogar einem Besuch dort (z.B. Storchenparty Hallein) und mit „Zeit lassen“ erhält die Frau die Möglichkeit, sich diese Dinge näher anzuschauen und andere Optionen kennenzulernen. Sie kann vor allem „nachspüren“, was für sie das Richtige ist.
Ist die Entscheidung des Paares für eine Hausgeburt durchwegs positiv begründet, oder hat die Frau schon die Erfahrung einer außerklinischen Geburt gemacht, ist die Ausgangsposition optimal. Überaus wichtig ist, dass wirklich beide Elternteile, Mutter und Vater, bei der Wahl des Geburtsorts einig sind.
Studie: Geplante Hausgeburt so sicher wie Entbindung in der Klinik 
 
Positive Aspekte einer Hausgeburt können sein:
Häusliche Atmosphäre, vertraute Hebamme, Ungestörtheit, Intimität …
Mehrgebärende wissen genau, was sie wollen und was nicht und wie das zuhause besser gelingen kann.
Auch das Thema Geschwister ist oft ein Motiv für die Hausgeburt.
Schlechte Erfahrungen bei einer vorangegangenen Geburt, z.B. dass im Klinikalltag nicht auf Wünsche eingegangen werden konnte, zu wenig Zeit gelassen wurde … Hat die Frau aus diesen Erfahrungen ihre Schlüsse gezogen und reflektiert – z.B. bei einem Nachgespräch mit der Hebamme – dann ist ihr Wunsch nach einer Hausgeburt sehr verständlich.
Frauen die in medizinischen Berufen arbeiten, begründen ihre Überlegungen für eine Hausgeburt oft mit der Klinikerfahrung und dem Insider-Wissen.
Frauen, die sich nicht einer männlich dominierten Medizin aussetzen wollen und Paare, die eine Geburt als etwas ganz Natürliches und Besonderes ansehen, gehören auch zu der Gruppe, die sich für eine Hausgeburt interessiert.
 
Erste Kontaktaufnahme
Entscheidet sich ein Paar für die Geburt zuhause, dann hat sich folgendes Vorgehen bewährt. Informationsquellen wie Internet (www.hebammen.at), die Hebammenbroschüre des ÖHG (Österreichisches Hebammengremium) oder auch Mundpropaganda erleichtern die Suche nach einer Hausgeburts-Hebamme.
 
Meist findet der erste Kontakt über Telefon oder E-Mail statt – im Idealfall schon in der Frühschwangerschaft.
Dabei werden oft folgende Fragen besprochen:
+Die wievielte Geburt?
+Wann soll das Kind geboren werden? (Urlaubszeit, Vertretung)
+Wie sind die vorangegangenen Geburten verlaufen?
+Wie weit ist die Frau in der SS und wie ist diese bisher verlaufen?
+Wo wohnt die Frau?
Manchmal kann am Telefon (Erstkontakt) schon abgeklärt werden, ob die Frau für  eine Hausgeburt in Frage kommt oder nicht. Fällt der EGT (errechnete Geburtstermin) z.B. in Ausbildungszeit, Urlaubszeit, werden die Frauen an eine Kollegin weitervermitteln.
Häufig lässt sich auch ein Geburtsvorbereitungskurs dazu kombinieren. Das ist eine gute Möglichkeit sich kennen zu lernen und über einen längeren Zeitraum mit der Frau/dem Paar in regelmäßigem Kontakt zu sein.
 
Persönliches Vorgespräch
Dieses persönliche Gespräch findet bereits in den Räumlichkeiten des Paares statt. Das erste Treffen ist aufregend für alle Beteiligten, geht es doch für die Frau/das Paar darum eine passende Hebamme zu finden, und für die Hebamme darum, ob die Bedingungen für eine Hausgeburt passen.
 
Folgende Punkte werden abgeklärt:
 
+Motivation zur Hausgeburt
 
+Äußere Bedingungen ( Räumlichkeiten, Entfernung zum nächsten Krankenhaus)
Fließendes Warmwasser, eine Toilette in der Nähe, die Möglichkeit zu heizen und eine Waschmaschine sind Voraussetzung
Entfernung zum nächsten Krankenhaus wird in mancher Literatur mit 15 min empfohlen. Das kann weder im ländlichen Bereich, noch in der Stadt immer eingehalten werden. Je näher das Krankenhaus liegt, umso länger kann abgewartet werden. Bei größeren Distanzen wird die Transferierungszeit immer in die Überlegungen einbezogen und vorsorglich früher verlegt.
 
+Anamnese, Selektion
Welche Frau eignet sich für eine Hausgeburt? Dies ist sicher eine der schwierigsten Fragen. Der im § 2 (1 u.2) HebammenGesetz beschriebene  eigenverantwortliche Tätigkeitsbereich der Hebamme und die in § 4 (1-4) HebammenGesetz angeführten Grenzen der eigenverantwortlichen Ausübung des Hebammenberufes geben einen klaren Rahmen vor. In Zusammenarbeit mit einem Arzt/Ärztin kann dieser Rahmen erweitert werden.
 
+Ablauf einer Hausgeburt (Betreuung während Schwangerschaft, Überwachung, Art der Geburtshilfe, Umgang mit Medikamenten, Dammverletzungen
Grenzen und Möglichkeiten (Verlegung, Beiziehen von ÄrztInnen)
 
+Geschwister, Begleitperson(en)
Es entscheidet die Frau, wer bei der Geburt anwesend sein darf, ob eine Person oder mehrere, Geschwisterkinder ja – nein. Eine Begleitperson für die Kinder ist allerdings unumgänglich.
 
+Betreuung in Wochenbett und Stillzeit
 
+Bedenkzeit zur Entscheidungsfindung
 
+Anmeldung
Laurin
Laurin
Tamara
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